Sonntag, 21. Oktober 2018
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Politischer Machtkampf um legale Jagd auf Elefanten

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Botswanas Präsident weist Meldungen über den „größten Wildereifall“ in der Geschichte Afrikas, der von Tierrechtlern und dutzenden Medien weltweit publiziert wurde, in schärfster Form zurück!

Politischer Machtkampf

Der politischer Machtkampf zeigt das aktuelle Jagdverbot in einem neuem Licht. Denn Botswanas Präsident hat die Meldungen über den „größten Wildereifall“ in der Geschichte Afrikas in schärfster Form zurückgewiesen.

Medien weltweit hatten die Meldung aufgegriffen und auch Politiker, hatten diese einfach ungeachtet der Korrektheit einfach als "wahr" genommen und kommentiert, berichtet auch die Washington Post.

Elefantenmassaker von 87 Tieren

Bei dem angeblichen Elefantenmassaker von 87 Tieren würde es sich "nur" um 53 Tiere handeln, die allerdings über einen größeren Zeitraum verendet wären und bereits im Juli und Anfang August gefunden wurden.

Weiters sind die angeblich zu Dutzend „gewilderten“ Elefanten überwiegend eines natürlichen Todes gestorben oder wurden Opfer von sogenannten „Vergeltungstötungen“.

"Vergeltungstötungen"

Unter "Vergeltungstötungen" fallen Tiere, die als Revanche für erlittene Personen- und Ernteschäden von Bauern getötet wurden. Die Tiere werden oft auch vergiftet aufgefunden, da hier die Wasserquellen kontaminiert werden.

Diese "Tötungen" haben in den letzten Jahren zugenommen, da Botswana eine Überpopulation an Elefanten hat.

Früherer Präsident sucht Auseinandersetzung

In Tageszeitungen wird inzwischen offen davon gesprochen, dass der frühere Präsident Khama über das Thema des Jagdverbots für Elefanten die Auseinandersetzung mit seinem Nachfolger Masisi sucht.

Der einstige Präsident Botswanas werde dabei von einem machtvollen Netzwerk von Tourismusunternehmen unterstützt, die bereits zu seiner Amtszeit eng mit ihm verbunden gewesen seien.

Foto-Safari vs. Jagd

Trotz aller entgegengesetzten Rhetorik war der Grund für das vom damaligen Präsidenten Khama 2014 verhängte Jagdverbot auf Elefanten nicht im Schutz der Tiere zu suchen. Es ging primär darum, dass die Foto-Tourismus-Branche sich die lukrativen Jagdblocks selbst aneignen wollte.

Khama selbst hat auch erhebliche wirtschaftliche Interessen im Foto-Tourismus und auf diese Weise vom Jagdverbot selbst profitiert.

Die neue Regierung sieht das Jagdverbot kritisch und will vor allem die Elefanten durch Bejagung regulieren lassen.


Quelle: Washington Post

Foto: Pixabay


 

 

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