Sonntag, 21. Oktober 2018
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Färöer töten Wale für den Winter, Tierschützer entsetzt!

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Jeden Sommer werden auf den Färöer-Inseln Wale gejagt und getötet. Für die Bevölkerung seit Jahrhunderten ein wichtiger Wintervorrat. Tierschützer sind empört. Grindadráp, die Jagd auf Grindwale, hat auf den Färöer-Inseln eine lange Tradition.

Wale als Wintervorrart

Grindadráp, so nennen die Einwohner der Färöer-Inseln die Jagd auf Grindwale und die hat eine lange Tradition. Auch in diesem Sommer wurden wieder im beschauliche Ort Sandavágur, auf den Färöer-Inseln, die liegen abgelegen im Atlantik, zwischen Island und Norwegen, Wale für den Wintervorrat erlegt.

Die Jagd auf Wale spielt sich hier jedes Jahr von neuem ab und die ganze Bevölkerung ist mit dabei! Um die kargen und unwirklichen harten Wintermonate zu überstehen, brauchen die Menschen Vorräte. Dazu bejagen die Einwohner jeden Sommer hunderte Wale.

Schusswaffen sind verboten

Die Tiere werden wie in "alten Zeiten" in Herden zusammengetrommelt und dann im seichten Wasser der Bucht mit Messern und Lanzen getötet. Weil keine Schusswaffen verwendet werden dürfen, müssen die Fischer mit jedem einzelnen Tier im eiskalten Wasser kämpfen.

Jeder der Einwohner packt mit an, vom Erwachsenen bis hin zum kleinen Jungen. Eben diese Jahrhunderte alte Jagdpraxis nennt sich "Grindadráp" und schockiert Aussenstehende und Tierschützer.

Wertvolle Nahrung im Winter

Mehrere hundert Kilo Fleisch liefert jeder Wal. Eine wertvolle Nahrungsquelle, direkt vor der Haustür. Würden die Bewohner der Insel die Tiere nicht bejagen, müssten sie eine andere Fleischquelle teuer importieren. So wird das Fleisch gesalzen und konserviert oder gleich als Wal-Steak gegessen.

Die lokale Regierung sieht in der Bejagung kein Problem. Für sie ist die Jagd nicht nur nachhaltig, sondern vor allem Garant dafür, dass sich die Insel, welche sonst in der Landwirtschaft wenig Möglichkeiten hat, selbst versorgen kann.

Tierschützer kritisieren die Jagdform

Tierschützer kritisieren natürlich auch diese Form der Jagd. Die Schlachtung sei grausam und unnötig.

Aber auch zufällig anwesende Touristen reagieren irritiert. "Die Leute haben die Tiere mit ihren Rudern in die Bucht getrieben. Plötzlich rannte das ganze Dorf ins Meer und begann, auf die Tiere einzuhacken. Auch Kinder waren beteiligt, sie zogen an den Seilen und sprangen auf den Kadavern rum", sagt ein Student aus England zur "Daily Mail".
 


Quelle: Daily Mail

Foto: Erik Christensen, CC BY-SA 3.0


 

 

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