Sonntag, 21. Oktober 2018
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Google-Katzenpflege sorgt für Eulensterben im Silicon Valley

Der starke Rückgang einer mehr als seltenen Eulenart im Silicon Valley hat bei US-Naturschützern lange für Rätsel gesorgt. Zwar galt als erwiesen, dass streunende Katzen für den Tod zahlreicher Kaninchenkäuze verantwortlich waren, woher allerdings die vielen Katzen kamen, blieb lange eine offene Frage.

Eulensterben durch Google-Katzenpflege

Wie die "New York Times" letzten Freitag detailliert auf deren Website berichtete, führte die Spur des massiven Rückgangs der Kaninchenkäuze zu Katzenliebhabern in der nahe gelegenen Google-Zentrale. Eine kleine, firmeninterne Gruppe namens "GCat Rescue" -  www.gcatrescue.com - soll rund um den Standort des „Googleplex“ streunende Katzen versorgen und damit eine regelrechte Katzenkolonie geschaffen haben.

Während die Gruppe versucht jüngere Katzen an neue Besitzer zu vermitteln, ließen die selbst ernannten Tierschützer ältere Tiere kastrieren, chippen und setzte sie wieder aus. Dazu werden die Tiere über eigens eingerichtete Futterstellen versorgt, die sich aber teils nahe an den Brutorten der Eulen befinden sollen.

 

Eingriff in das sensible ökologische Gleichgewicht

Für Umweltschützer ist dieses Vorgehen aber ein Eingriff in das sensible ökologische Gleichgewicht des "Shoreline Parks": „Katzen, die gefüttert werden, jagen auch weiterhin“, so der Biologe Travis Longcore gegenüber der „NYT“. Dass Katzen einen erheblicher Faktor beim Vogelsterben einnehmen, ist bereits länger bekannt.

Laut einer Publikation in „sciencedirect.com“, sterben im Durchschnitt etwa 316 Millionen Vögel im Jahr durch wild lebende Katzen, 61 Millionen Vögel werden jährlich von Hauskatzen geraubt - die Daten gelten nur für Australien! „Wenn man ein Katzenasyl in der freien Natur pflegt, hat das Konsequenzen für die wild lebenden Tiere“, so der Biologe.

Facebook zeigt sich kooperativ, Google nicht

Bereits 2012, so die Umweltschützerin Eileen McLaughlin, habe Sie bei Google um die Entfernung der Fütterungsstationen gebeten, doch nichts sei passiert. Facebook hingegen habe Katzenfütterungen bereits vor Jahren verboten. Google sei in Sachen Umweltschutz grundsätzlich sehr kooperativ, aber beim Thema Katzen sperre sich der Konzern. 

Doch wenn die Google-Mitarbeiter weiter so vorgehen, dann schaut es um den Bestand der Kaninchenkäuze schlecht aus.


Photocredit: Kaninchenkäuze - Pixabay, Katzenfütterung - Privat

Quelle: New York Times


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