Sonntag, 21. Oktober 2018
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Hund hetzt Rehkitz bis in den Tod

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Nachdem der Revierpächter noch versuchte das Tier zu retten, schläferte ein Tierarzt das Kitz ein. Der Veterinär stellte multiple „Bissverletzungen im Träger- und Schulterbereich“ fest.

Hund hetzt Rehkitz zu Tode

Selbst hat der Revierpächter die Jagdszenen des Hundes nicht gesehen, dafür aber ein Augenzeuge! Nun hat der Jagdpächter des Reviers Günzburg Süd (Birketwald) Anzeige gegen die uneinsichtige Hundebesitzerin erstattet.

Die hat, so sein Vorwurf, ihre Hunde auf einer Wiese, die bereits zum Revier gehöre, frei herumlaufen lassen. Mindestens ein Hund hetzte offenbar ein etwa drei Monate altes Rehkitz zu tode.

Riss unterm Auge, gebrochener Lauf

Das Rehkitz flüchtete vor dem Hund und verletzte sich dabei schwer. Mit einem Riss unter dem rechten Licht und einem gebrochenen rechten Vorderlauf blieb es in einem Graben liegen.

Nachdem der Revierpächter noch versuchte das Tier zu retten, schläferte ein Tierarzt das Kitz ein. Der Veterinär stellte multiple „Bissverletzungen im Träger- und Schulterbereich“ fest. Euthanasie aus Tierschutzgründen, steht auf dem ausgestellten Attest.

Mann mit Fernglas als Zeuge

Der Jagdpächter kann das Geschehene nur deshalb so gut beschreiben, da es für den Vorfall der Wilderei des Hundes einen Augenzeugen gibt.

Der in einem Hochhaus wohnende Mann beobachtete mit seinem Fernglas zufällig die tödliche Szene. Dieser informierte daraufhin die Polizei, die wiederum gaben dem Zeugen die Telefonnummer des Revierpächters.

Frau behauptet vom Rehkitz attackiert worden zu sein

Der Jagdpächter wurde nach dem einschläfern des Kitzes noch bei der Hundebesitzerin vorstellig. Diese habe behauptet, das Reh habe sie angegriffen!

„Für diesen Satz habe ich einen Ohrenzeugen“, sagt der Jagdpächter. Und er meint weiter: „Mir tut das Wild leid und er habe für ein solches Verhalten „überhaupt kein Verständnis“ mehr.

In Bayern gibt es keine Leinenpflicht

Bayern gehört zu den deutschen Bundesländern, in denen es an sich keine Leinenpflicht für Hunde in der freien Natur gibt. Jede Kommune kann das aber in ihrem Bereich auch anders regeln. Die Wiese dieser Jagdszenen war wohl ohne Leinenzwang ausgewiesen.

Der Jagdpächter will nach dem Tod des Kitzes nun Klarheit. Einen Rechtsanwalt des BJV habe er bereits um eine Einschätzung gebeten, wie die Hundehalterin zur Verantwortung gezogen werden kann.

 


Quelle: Augsburger Allgemeine

Foto: Markus Kirchner / Facebook


 

 

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