Mittwoch, 21. November 2018
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Lufthansa verweigert Beförderung von Jägern

Jäger, die mit Feuerwaffen nach Schottland reisen, werden nun am Flug gehindert! Laut der deutschen Lufthansa-Website erlaubt die Fluggesellschaft Passagieren nicht mehr, nach Aberdeen, Inverness, Glasgow und Edinburgh zu fliegen!

Aberdeen, Inverness, Glasgow und Edinburgh

Jäger, die mit Feuerwaffen nach Schottland reisen, werden nun am Flug gehindert! Laut der deutschen Lufthansa-Website erlaubt es die Fluggesellschaft Passagieren nicht mehr, nach Aberdeen, Inverness, Glasgow und Edinburgh zu fliegen.

Die Lufthansa beschuldigen die strengen Waffengesetze Großbritanniens. Das plötzliche und unangemeldete Verbot für Fluggäste der Lufthansa, Jagdgewehre mitzuführen, hat auch schon ihre ersten Opfer gefunden!

Lufthansa verweigert Beförderung

Constantin Weinberger, Inhaber vom österreichischen Jagdreiseunternehmen "Wild Tradition" hatte durch zwei Gruppen von je vier Personen, denen die Beförderung mit Lufthansa-Flugzeugen verweigert wurde, obwohl sie Anfang des Jahres ihre Waffen bei der Buchung der Flugtickets bekannt gegeben hatten, den Stein ins rollen gebracht und gemeinsam mit Fieldsport Channel das recht stillgehaltenen Waffentransport „Embargo“ der Lufthansa aufgedeckt.

Der erfahrene Schottland-Spezialist dazu

Der erfahrene Schottland-Spezialist:"Ich habe nun einige Gruppen von Jägern vor einem nahen Abflugtermin, aber warum sollten diese plötzlich in Schottland mit Schusswaffen nicht mehr willkommen sein? Oder geht das „Embargo“ doch von der Airline und nicht wie diese behaupten von den lokalen Behörden aus?“

Aktuell musste eine Jagdgesellschaft aus Österreich nach Manchester ausweichen, sich dort ein Auto mieten, um in die schottischen Highlands zu gelangen!

Eine weitere Gruppe hat sich nun entschieden ihre Jagd in Schottland mit den verfügbaren Leihwaffen anzutreten um eine Umbuchung der Flüge zu vermeiden.

"Ich organisieren schon seit vielen Jahren unterschiedlichste Jagden in den schottischen Highlands, bin hier sehr gut vernetzt und wäre sehr verwundert gewesen wenn tatsächlich von den lokalen Behörden ein solches „Embargo“ erstellt worden wäre ohne darüber etwas vorab zu erfahren.“, meint Constantin Weinberger Abschliessend.

Eine Antwort auf die Frage, wie die Airline vor gehabt hatte ihre Fluggäste darüber zu informieren bleibt die Flugliinie jedoch noch schuldig.

 

Lufthansa schiebt Verantwortung ab

Neda Jaafari, Lufthansa-Sprecherin für Europa, den Nahen Osten und Afrika, sagt, dass das Verbot über Schottland hinaus bis nach Großbritannien reicht: "In der Vergangenheit hätte es aufgrund der bekannten strengen Schusswaffengesetze und Einfuhrbestimmungen im Vereinigten Königreich wiederholt Probleme für die Passagiere und Mitarbeiter der Lufthansa in Bezug auf den Import von Jagdwaffen bei unseren kommerziellen Flüge gegeben.

Um diese Schwierigkeiten mit den Behörden zu vermeiden, hat Lufthansa auf Flügen nach Großbritannien ein Waffenembargo für ihre Passagiere verhängt."

Flughäfen distanzieren sich

Die Flughäfen distanzieren sich von der Entscheidung der Lufthansa allerdings. Der Inverness Airport bestätigte, dass Fluggäste auf allen ihren Flügen Schusswaffen transportieren können und sie für den sicheren Transport eine Schusswaffen-Lizenz besitzen müssen. "Allerdings", fügt ein Sprecher hinzu, "liegt es im Ermessen der Fluggesellschaften, den Service jederzeit zurückzuziehen." Dies hat Lufthansa anscheinend getan. 

Es besteht allerdings noch Unklarheit darüber, wie weit sich das Verbot unter anderen Fluggesellschaften ausgebreitet hat. Andere Gesellschaften bieten jedoch immer noch die Beförderung von Schusswaffen auf Flügen an.

Problematik seit 2017/2018

Ein Facebook-Nutzer schreibt dazu: "Dies ist ein Thema, auf das ich in der Saison 2017/18 aufmerksam geworden bin. Es hat in den letzten Wochen an Fahrt gewonnen. Obwohl Kunden eine gültige britische Besuchererlaubnis haben, weigern sich einige Fluggesellschaften, Feuerwaffen zu transportieren. Lufthansa, Swiss Air, einige KLM und einige EasyJet-Flüge sind darin enthalten.

Den Reisenden wird gesagt, dass es sich um ein "Embargo" handelt, das nach Gesprächen mit der Schottischen Polizei und dem Grenzschutz eingeführt wurde, was allerdings unwahr ist.

Fähre ja, Flugzeug nein

Ein Jagdgast reiste allerdings zur Hirschjagd mit seiner Waffe per Fähre nach Newcastle, nach Großbritannien, und hatte keine Probleme; die in seiner Gruppe, die flogen, konnten den Zielflughafen nicht anfliegen.

Somit kann es hier keinen offiziellen "Gun Ban" geben, da hier Personen über den Landweg ohne Probleme einreisen können. Es dürfte sich tatsächlich um eine Entscheidung der Lufthansa handeln, hier Jäger und somit gute und langjährige Kunden massiv schlechter zu stellen!


Artikel: Fieldsportschannel

Foto: Pixabay / Outdoor Media Online


 

 

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