Mittwoch, 21. November 2018
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Waschbär mit Brechstange erschlagen: Ermittlungen eingestellt

 

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Der Ende September am Paderborner Flughafen mit einer Eisenstange erschlagener Waschbär sorgte für Aufregung. Tierschützer stellte gegen den Mann und einen Polizisten Strafanzeige, die Ermittlungen wurden nun eingestellt.

Waschbär irrte umher

Am Flughafen Padorn, Bundesland Nordrhein-Westfalen, irrte Ende September ein Waschbär umher, wir berichteten. Das Tier war einem Mitarbeiter einer Autovermietung aufgefallen. Laut diesem war der Waschgbär einwenig unterernährt, es dürfte sich um ein Jungtier gehandelt haben.

Aber auch 2 Flughafenbesucher mit einem Hund ist das Tier damals aufgefallen. Sie seien bei der Flughafenpolizei vorstellig geworden und hätten dort berichtet, dass der Waschbär wohl an Staupe erkrankt sei. Sie würden ihn "erledigen", bräuchten dazu aber eine Stange. 

Unterschiedliche Wahrnehmungen

Ulrich Krawinkel, Sprecher der Kreispolizeibehörde Paderborn, bestätigt: „Über den Gesundheitszustand gab es unterschiedliche Wahrnehmungen.“ Aus diesem Grund habe sich ein Flughafenbesucher dazu bereit erklärt, das Tier zu erschlagen.

Von einem Polizeibeamten habe er – wohl mit den Worten „Wenn Sie sich das trauen.“ – das dazu nötige Brecheisen erhalten. Diese Wortwahl hörten zumindest, nach eigenen Angaben, die Mitarbeiterinnen der Autovermietung.

Eine Kollegin berichtete an den Tierschutzverein

Eine weitere Kollegin der Autovermietung berichtete den Vorfall einem örtlichen Tierschutzverein.

Drei Frauen aus diesem Verein stellten daraufhin Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und das sowohl gegen den Polizeibeamten als auch den Flughafenbesucher.

Ermittlungen aus zwei Gründen eingestellt

Die Ermittlungen gegen beide Personen wurden nun aber eingestellt, so der Oberstaatsanwalt Christoph Zielke. Zum einen sei durch den Einsatzbericht des Polizisten deutlich geworden, dass der Waschbär einen "desorientierten und kranken Eindruck" gemacht habe.

Zum Anderen war der Schlag mit dem Brecheisen sofort tödlich und habe den Waschbären „von seinen Leiden erlöst“.

Personen befanden sich in einem Jagdrevier

Der Oberstaatsanwalt weiter; "Man könne außerdem nicht nachweisen, dass die handelten Personen wussten, dass sie sich in einem Jagdgebiet aufhalten."

Dort dürfte eben nur der Jagdausübungsberichtigte Wild im Rahmen des Jagdgesetzes fangen und töten. 


Artikel: Radio Hochstift

Photo Credit: Polizei


 

 

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