Mittwoch, 21. November 2018
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Drei Kartelle kontrollieren illegalen Elfenbeinhandel

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Jährlich werden 10.000 Tiere von Wilderern getötet. Eine neue Studie zeigt: Drei Kartelle in Afrika sind für einen Großteil des illegalen Elfenbeinhandels verantwortlich.

Kartelle in Afrika verantwortlich

Samuel Wasser, Forscher an der University of Washington, analysierten die DNA von beschlagnahmten Elfenbein aus 38 großen Sendungen, die zwischen 2006 und 2015 in unterschiedlichen Orten auf der Welt beschlagnahmt wurden.

Die Untersuchungen ergaben, dass das Elfenbein von einem Elefanten oftmals in unterschiedlichen Sendungen transportiert wurde. So konnten die Forscher der Universität Washington auch feststellen, dass viele der großen illegalen Sendungen zwischen den Jahren 2011 und 2014 von nur drei afrikanischen Kartellen aus drei großen Häfen verschifft wurden, aus Mombasa in Kenia, Lomé in Togo und Entebbe in Uganda.

Kartelle verdienen daran

Die Forschung sei ein weiteres „Ermittlungswerkzeug" für die Behörden, sagt Samuel Wasser. So könnten Beweise gegen die Kartelle gesammelt werden, die für einen Großteil des weltweiten illegalen Elfenbeinhandels verantwortlich sind.

So gegen die Kartelle zu agieren wäre ein effektiver Weg gegen die Wilderei. Zudem sei es einfacher und kosteneffizienter, die Ausfuhr illegaler Sendungen schon in Afrika zu stoppen als einzelne Sendungen weltweit zu verfolgen.

Zahl der Elefanten sinkt Jahr für Jahr

Seit dem Jahr 1989 gibt es ein internationales Verbot für den Handel von Elfenbein. Aber dennoch werden jährlich rund 44.000 Elefanten gewildert.

Zwischen den Jahren 2006 und 2015 ist die Zahl der Elefanten um weitere 111.000 Tiere gesunken - dies sei aber primär die Wilderei zurück zu führen. Schätzungen zufolge gibt es in Afrika noch rund 415 000 Elefanten.

Handeln statt Studien

Ob die Lösung in Studien zu finden ist, die Transportwege aufzeigt, mag man bezweifeln. Diese ändern Kartelle genau so schnell, wie Wilderer ihre Taktik bei der Jagd auf Elefanten anpassen.

Vielmehr sollte man die lokale Bevölkerung einbinden, Ihnen durch die legale Jagd auf Elefanten eine Erwerbsquelle geben. Wer kann schon besser auf diese wundervollen Tiere achten, wenn nicht 10.000 von Einheimischen, die selbst auf ihre Erwerbsgrundlage achten! 


Quelle: Combating transnational organized crime by linking multiple large ivory seizures to the same dealer

Foto: Pixabay


 

 

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