Mittwoch, 21. November 2018
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Namibia: Uneingeschränktes Bekenntnis zur Jagd

In einem Brief wendet sich die Namibische Staatsregierung gegen das von Kalifornien geplante Importverbot bestimmter Trophäen, denn die Annahme ist völlig falsch, dass andere Tourismusformen die Jagd 1:1 ersetzen könnten!

Namibia: Uneingeschränktes Bekenntnis zur Bedeutung der Jagd 

In einem Schreiben wendet sich der neue Staatssekretär für Umwelt und Tourismus, Theofilus Nghitila, an den Gouverneur des Staates Kalifornien, Edmund G. Brown.

In dem Brief bringt Nghitila zum Ausdruck, welche weitreichenden negativen Folgen der von der kalifornischen Regierung geplante „“ für sein Land, seine Bevölkerung und den Artenschutz hätte.

Die deutsche Delegation des Internationalen Rates zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) und der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßen die offenen Worte des Ministers und der Namibischen Regierung. Es stellt ein klares Bekenntnis eines ganzen Landes zur nachhaltigen Jagd dar!

Fototourismus ist eine schlechte Alternative

"Dass andere Tourismusformen die Jagd ersetzen könnten ist schlichtweg falsch“, schreibt Theofilus Nghitila in seinem offenen Brief und ergänzt: „Gut funktionierender Fototourismus mag eine wettbewerbsfähige Form der Landnutzung für wenige ausgewählte Gebiete sein, sofern diese idyllisch und leicht zugänglich sind. Große Teile Namibias entsprechen diesen Anforderungen aber nicht.“

Die für diese Tourismusform notwendige Infrastruktur erfordere massive, landschaftsverändernde Investitionen. Maßnahmen wie Straßenbau, Vergrößerung von Flugplätzen oder der Bau von Hotelanlagen hätten negative ökologische Auswirkungen.

Jäger bevorzugen jedoch Regionen, die natürlich geblieben sind. Sie werden gerade von diesen Landschaftsformen angezogen, die keine Tourismusinfrastruktur aufweisen.

Namibia; 40 Jahre Erfahrung

Namibia blickt auf annähernd 40 Jahre Erfahrung in der nachhaltigen Nutzung seiner Wildtierbestände zurück. Diese haben sich in dieser Zeit  verdreifacht.

In Ländern wo die die Jagd politischem Druck weichen musste, bestimmten bald Ziegen, Rinder, Schafe das Landschaftsbild, die mit dem noch vorhandenen Wild um das Grasland konkurrieren.

Dies brachte aber den Konflikt mit den Großraubtiere wie Hyänen, Leoparden und Löwen mit sich. Diese erkennen das Weidevieh als einfache Beute an und kommen dadurch mit dem Menschen in Berührung.

Großraubtiere stellen für die Menschen einen Wert dar

In Namibia dagegen wächst die Population an Großraubtieren auch außerhalb der Nationalparks, weil sie für die Einheimischen einen Wert darstellen.

Diesen Wert erhalten sie überwiegend durch Jagd. Das Land beherbergt heute den größten Bestand an Spitzmaulnashörnern, Giraffen, Geparden und Leoparden aller afrikanischen Staaten.

Gab es 1995 noch 7500 Elefanten in Namibia, so sind es heute 20.000 mit zunehmender Tendenz. Ein Anstieg dieser Arten ist in erster Linie außerhalb von Nationalparks zu verzeichnen.

„Iconic African Species Protection Act“ wäre katastrophal

Jagdbeschränkungen, wie sie der nun geplante „Iconic African Species Protection Act“ nach sich ziehen würde, lehnt der Staatssekretär Theofilus Nghitila entschieden ab.

Solche Importverbote haben massive negative Folgen für einheimische Arten, für deren Schutz sie eigentlich sorgen sollten: „Wichtig ist, dass Namibia durch den Einsatz wirksamer ökonomischer Anreize den Abwärtstrend, der die Wildtierpopulationen in den meisten anderen afrikanischen Ländern kennzeichnet, umgekehrt hat. Diese Anreize werden durch die vorliegende Gesetzesvorlage unterminiert“, so der Staatssekretär.

Dem Land drohe der Verlust von vielen Arbeitsplätzen auf Farmen und in Conservancies, auf denen Wildtiere erfolgreich zusammen mit Nutzvieh bewirtschaftet werden.

Jagdbeschränkungen durch Importverbote für Trophäen hätten katastrophale Auswirkungen auf die ländliche Bevölkerung wie zum Beispiel indigene Volksgruppen wie die San oder Himba. 

Concerns over the "IASPB"


Quelle: Deutscher Jagdverband

Foto: Pixabay


 

 

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