Dienstag, 13. November 2018
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Durchbruch bei Rettung des Nördlichen Breitmaulnashorns

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Nur wenige Monate nach dem Tod des letzten männlichen Nördlichen Breitmaulnashorns wächst die Hoffnung auf Nachwuchs bei der unmittelbar vor dem Aussterben stehenden Unterart

Erstmals Nashornembryos im Labor erzeugt

Nur wenige Monate nach dem Tod des letzten männlichen Nördlichen Breitmaulnashorns wächst die Hoffnung auf Nachwuchs bei der unmittelbar vor dem Aussterben stehenden Unterart, berichtet Welt.de. Forscher konnten nun im Labor mit den tiefgefrorenen Samen längst toter Bullen des Nördlichen Breitmaulnashorns und Eizellen des relativ eng verwandten Südlichen Breitmaulnashorns Hybride aus beiden Arten zeugen, die jetzt als Mini-Embryo bei extremen Tieftemperaturen von minus 196 Grad Celsius lagern.

Möglich machen soll dies die Methode der künstlichen Reproduktion, wie ein Team um Thomas Hildebrandt vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin im Fachblatt „Nature Communications“ publizierte.

Nur zwei Zoos beherbergen überlebende

Wilderer hatten im Jahr 2008, mitten im Bürgerkrieg im Kongo, die letzten Nördlichen Breitmaulnashörner, nach den drei Elefantenarten schwersten Säugetiere auf dem Land, ausgerottet. Nur in zwei Zoos hatten ein paar Tiere überlebt, die sich aber aus eigener Kraft nicht mehr vermehren konnten.

Auch als Ende 2009 ein weiterer Versuch unternommen wurde, nämlich Tiere vom tschechischen Zoo Dvůr Králové in das Ol-Pejeta-Schutzgebiet in Kenia auszufliegen um sich nahe ihrer alten Heimat vielleicht doch noch zu vermehren, klappte die Fortpflanzung nicht.

Letzter Bulle starb 2015 in Gefangenschaft

Die beiden letzten Bullen starben im Oktober 2014 und im März 2018 im kenianischen Schutzgebiet und der Zoo von San Diego in Kalifornien verlor im November 2015 das letzte in Gefangenschaft gehaltene Nördliche Breitmaulnashorn. Damit gilt die Art als praktisch ausgestorben.

Nun aber halten die Forscher ihr Verfahren für reif, um im nächsten Schritt reine Embryos der bedrohten Nördliche Breitmaulnashörner zu erzeugen. Dafür sollen den letzten beiden weiblichen Tieren der Welt Eizellen entnommen werden. Leihmütter für die Embryos sollen dann weibliche Südlichen Breitmaulnashorns sein.

Zu einer solchen Vermehrung und folglich einer Schwangerschaft  könnte es bereits Anfang 2019 kommen. Das Nördliche Breitmaulnashorn lebte einst in Zentral- und Ostafrika. In freier Wildbahn gilt die Unterart seit 2008 als ausgestorben. 


Photocredit: Pixabay

Quelle: welt.de


 

 

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