Dienstag, 13. November 2018
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Fake News: 10.000 tote Rehe erfunden

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Angeblich sollen jährlich 100.000 Rehkitze auf deutschen Wiesen sterben. Doch die Zahl ist erfunden, die Spur führt zur Deutschen Wildtierstiftung

Die Spur führt nach Hamburg

Die Wiesen deutscher Bauern sind bei der Zahl von 100.000 getöteten Rehkitzen wahre "Killing Fields". Rund 100.000 Kitze sollen dort jährlich mit dem Traktor und dem Mähwerk totgefahren werden.

Jedes Jahr ist zur Mahd in den Zeitungen, Online- und den Sozialen Medien zu lesen, das 100.000 Rehkitze unter den scharfen Messern der Mähwerke sterben. Wie sich aber jetzt heraussstellte, sind die Zahlen echte "Fake News". Sie sind erfunden, berichtet die deutsche FAZ online.

Bambi darf nicht sterben

Die Anzahl der 100.000 totgemähten Rehkitze sind immer wieder aufgegriffen und weiter transportiert worden. Verbände, Unternehmen, Ministerien und natürlich NGOs. Was die Ministerien betrifft, hat das Deutsche Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft ein Projekt zur Wildtierrettung mit 2,45 Millionen Euro gefördert.

Aber auch im Deutschen Bundestag wurde die Zahl schon als "offiziell" transportiert. Keiner der Medien und deren Vertreter hat sich aber jeh die Mühe gemacht zu überprüfen, ob sie denn auch stimmt.

Die Spur führt zur Deutschen Wildtier Stiftung 

Wer den Ursprung der 100.000 ermordeten Rehkitze finden möchte, stößt nur auf Hörensagen und dass „Experten“ diese Zahl geschätzt haben. Vom zuständigen Bundesministerium stammt die Zahl nicht. Somit kann diese kein Wert einer offiziellen Stelle sein.

Wie die FAZ weiter schreibt, führt die Spur nach Hamburg, zur Deutschen Wildtier Stiftung. Dort erfährt man die Herkunft der Zahl – genauer gesagt, man erfährt, dass die Zahl erfunden wurde! Die Stiftung räumt ein, dass 100.000 tote Rehkitze ein viel zu hoher Wert sei. Die Hälfte sei wohl wahrscheinlicher, wenn überhaupt. Man wisse auch selbst nicht mehr, wie man einst auf die 100.000 kam.

Keine Fake News - die Bauern sind die Dummen

Die unglaublich hohe Anzahlzahl von 100.000 toten Rehkitzen durch Mäharbeiten der Bauern wurden diesen allerdings Jahr für Jahr vorgehalten. Ob die vollkommen überzogene Zahl dazu führte, dass sich um das Thema Rehkitze mehr angenommen wurde, ja, das mag sein.

Ob es ein besseres Bild von "gemeinnützige Stiftungen" zeichnet, die sich angeblich für den Tierschutz einsetzen, ist allerdings fraglich. Die hohe Zahl und "Bambi darf nicht sterben" Sager hat aber eines sich geschafft, Spenden zu generieren. Und wie immer, es gilt die Unschuldsvermutung.... 


Photocredit: Pixabay

Quelle: FAZ.net


 

 

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