Mittwoch, 21. November 2018
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Experten warnen vor tropischen Zecken in Deutschland

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Wegen der anhaltenden Hitze fühlen sich nun auch tropischen Zecken hierzulande wohl. Funde mehrerer tropischer Zecken in Deutschland beunruhigen Forscher

Tropische Zecken in Deutschland

Funde mehrerer tropischer Zecken in Deutschland beunruhigen Forscher. Im deutschen Bundesland Niedersachsen und Hessen registrierten Wissenschaftler in diesem Jahr insgesamt sieben Exemplare der Gattung "Hyalomma". Dies teilten nun die Mitarbeiter der Universität Hohenheim und des Instituts für Mikrobiologie der Bundeswehr in München mit.

Die Forscher befürchten nun, das sich die Tiere bei zunehmender Wärme auch in Deutschland gemütlich machen könnten. Die Hyalomma-Zecken sind mit einer Länge bis zwei Zentimeter wesentlich größer als der in Deutschland beheimatete Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus).

Tropische Zecken mit Fleckfieber

Die tropische Art "Hyalomma" können Erreger diverser Krankheiten übertragen. In einem Tier fanden die Forscher Rickettsia-Bakterien, die das Zecken-Fleckfieber auslösen. Es führt beim Menschen zu Hautveränderungen und Fieber. Hiesige Zecken sind bisher als Überträger von Borreliose oder der nur schwer behandelbaren Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) gefürchtet.

Den tropischen Verwandten unserer Zecke, die sonst in Asien, Afrika und Südeuropa leben, gehe es bei der derzeitigen trockenheißen Witterung in Deutschland sehr gut, so die Wissenschaftler.

Ute Mackenstedt dazu; "Wir gehen davon aus, dass wir mit immer mehr tropischen Zeckenarten in Deutschland rechnen müssen, die sich durch gute Wetterbedingungen hier ansiedeln können", so die Parasitologin Ute Mackenstedt von der Universität Hohenheim in Stuttgart.

Mehr Hitzeperioden, mehr tropische Zecken

Träten Hitzeperioden nun häufiger auf, könnten sich tropische Zecken hierzulande etablieren. Die in diesem Jahr gefundenen tropischen Zecken können nicht nur Erreger des Zecken-Fleckfiebers übertragen, sondern auch den viralen Verursacher des gefährlichen Krim-Kongo-Fiebers.

Die Hyalomma-Zecken gelangten nach Vermutung von Wissenschafltner über Zugvögel nach Deutschland. Die meisten Zecken fanden die Experten an Pferden. Grund: Deren Besitzer kommen den Tiere beim Striegeln sehr nahe und bemerken die tropischen Parasiten leicht. Die große Frage sei nun bei den beiden Hyalomma-Arten, ob es sich noch um einzelne eingeschleppte Exemplare handele oder ob sich die Arten hier schon etabliert hätten.

 


Quelle: Nordbayern.de

Foto: Shutterstock


 

 

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