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Waschbär - der tierische Einwanderer

25.04.2017, von JW / red

Pressegrafiken Waschbaer


Eingeschleppte Arten wie der Waschbör breiten sich weiter rapide aus! Seit 2006 überwachen Jäger systematisch die Ausbreitung von Waschbär, Mink und Marderhund in gesamt Deutschland. Wissenschaftler haben jetzt Datenreihen aus über 24.000 Revieren bis zum Jahr 2015 für das Wildtier-Informationssystem der Länder (WILD) ausgewertet.

Das deutschlandweit umfangreichste Monitoring umfasst 13 Millionen Hektar – das entspricht etwa 40 Prozent der land- und forstwirtschaftlichen Fläche und der Waschbär bricht alle Rekorde!

Er hat sich nun schon bundesweit ausgebreitet und kommt inzwischen in mehr als 43 % der Revieren vor. Das sind 19 % mehr als bei der ersten Erfassung im Jahr 2006. Die historisch bedingten Hochburgen sind die deutschen Bundesländer Brandenburg und Hessen, diese sind zwischenzeitlich Teil eines größeren Kerngebiets (Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Hessen, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern).

Dort haben Jäger den Waschbär 2015 in 74 Prozent der Reviere nachgewiesen. Im Jahr 2006 in nur 42 Prozent.

Besonders weit verbreitet ist der nordamerikanischen Kleinbären im Bundesland Sachsen-Anhalt (91 Prozent der Reviere), in Brandenburg (88 Prozent) und in Hessen (78 Prozent). Der größte Zuwachs von 2006 bis 2015 ist in Sachsen-Anhalt zu verzeichnen (plus 47 Prozentpunkte). Selbst in Baden-Württemberg (plus 14 Prozentpunkte seit 2006) und Nordrhein-Westfalen (plus 18 Prozentpunkte) ist der Waschbär auf dem Vormarsch.

Die Ausbreitung macht sich auch in der Jagdstatistik bemerkbar. Jäger haben in der Jagdsaison 1995/96 rund 3.300 Tiere erlegt. In der Jagdsaison (2015/16) waren es 128.100!!!

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Quelle / Foto: DJV

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