Sonntag, 21. Oktober 2018
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Wolf mit Tollwut-Antikörper in Tschechien eingeschläfert

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Die Wölfin in Tschechien war stark verhaltensauffällig und hatte Tollwut-Antikörper im Blut. Das Tier wurde gefangen und in einen Zoo gebracht.

Wölfin auf Schafweide entdeckt

Am Fuße des Nationalparks Riesengebirge (Krkonoše) in Tschechien wurde am Freitag den 3. August eine Wölf auf einer Schafweide entdeckt.

Medienberichten zufolge hatte das Tier vor dem Elektrozaun eine solche Angst, dass sie selbst dann nicht flüchtete, als Helfer kamen, um sie zu befreien, berichtet tyden.cz online. Den Schafen auf der umzäunten Weide tat sie allerdings nichts, ein paar Tage zuvor dürfte ihr Rudel dennoch vier Schafe darin gerissen haben.

Von Einheimischen gefangen

Wenige Tage später, am 6. August, zeigte sich das Tier im Elbtal zwischen "Vrchlabi" und "Spindleruv". Dort lief es in ein Restaurant und wurde daraufhin von Einheimischen in einem Gebäude gefangen.

Die Wölfin wurde danach sediert und für weiterführende Untersuchungen in den "Dvůr Králové Zoo" gebracht. In einer Blutprobe stellte man fest, dass das Tier Tollwut-Antikörper in sich trug.

In Quarantäne Zustand verschlechtert

In der Quarantäne hat der Wolf Nahrung angenommen und Zoologen haben das Tier etlichen Untersuchungen und Tests unterzogen. In den ersten Tagen im Zoo verbesserte sich die Gesundheit der Wölfin allmählich.

Blutuntersuchungen waren negativ und äußere Anzeichen von Tollwut zeigten das Tier nicht. „Die letzten Tollwut-Tests von Anfang dieser Woche leider zeigten dann doch eine erhöhte Anzahl von Antikörpern im Blut", so der zuständige Sprecher des Zoos.

In den darauffolgenden Tagen bemerken die Tierärzte auch eine verminderte Fähigkeit auf Reize zu reagieren sowie ein schlechteres Hörvermögen, was auch äußere Anzeichen von Tollwut sein können.

Wolf aus Gefangenschaft?

Die Fähe wurde eingeschläfert und das Hirngewebe auf Tollwut zu untersucht. Dieser Test fiel jedoch negativ aus. Die Wölfin hatte zwar Tollwut-Antikörper, aber keine Tollwut.

Eine Möglichkeit wäre die Aufnahme von Impfködern. Da die Tollwut in Mitteleuropa schon seit Jahren erfolgreich bekämpft ist und in der tschechischen Republik seit 2010 keine Impfköder mehr ausgebracht wurden, wäre auch auf eine Impfung in Gefangenschaft möglich. Dies würde auch die geringe Scheu vor dem Menschen erklären...

Das Original-Video der Wölfin

 

 


Quelle: Tyden.cz

Foto: Screenshot Youtube


 

 

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