Sonntag, 21. Oktober 2018
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Erschossener "Wolf" in den USA gibt Rätsel auf

Ein Farmer hat im Bundesstaat Montana im Glauben auf einen Wolf geschossen zu haben, ein Tier getötet, das sowohl Experten als auch die Öffentlichkeit vor ein Rätsel stellt. Der vermeintliche Wolf hatte sich einer Herde des Farmers genähert, weshalb der Mann das Tier legal erschossen habe, so die „Washington Post“.

Zähne zu klein, Vorderpfoten zu klein, dafür Klauen und Ohren zu groß

Bei genauerem Nachsehen habe sich später aber gezeigt, dass es sich beim erlegten Tier um keinen Wolf handeln kann: Zähne zu klein, Vorderpfoten zu klein, dafür Klauen und Ohren zu groß, außerdem „passte“ das Fell nicht. Resümee des Bauern und des Montana Fish, Wildlife and Parks Department : „Das war kein Wolf.“ Was aber dann?

Wir haben keine Ahnung, was das ist

Bei dem erlegten "Tier" handle es sich um ein relativ junges weibliches Stück. Der Farmer hat das Tier erschoss, weil es seiner Herde zu nahe gekommen war, was in Montana völlig legal ist. Sobald ein Wolf einer Herde zu nahe kommt, kann dieser zur Sicherheit dieser und der Menschen entnommen werden. Und genau das tat der Farmer.

So gut wie sicher ist auch, dass es sich um ein Exemplar aus der Familie der Hundeartigen handle, zitierten die Washington Post in ihrer Onlineausgabe, übereinstimmend mit dem "Montana Fish, Wildlife and Parks Department". Darüber hinaus hieß es von dort: „Wir haben keine Ahnung, was das ist.“ Und man werde es erst erfahren, wenn DNA-Tests abgeschlossen sind.

Warten auf den DNA-Test

Es gibt jetzt schon die wildesten Spekulationen von Verschwörungstheoretiker, Kryptozoologe und Amateurbiologen. Die einen haben Bigfoot gefunden, ein Wesen aus der nordamerikanischen Folklorewelt, die anderen einen „Hundemenschen“ oder auch Werwolf. Auch könnte das Tier von einem Züchter stammen, der seit ahrzehnten an einer neuen Hunderasse tüftle.

Außerdem könnte es sich - die wohl realistischste Variante - um eine Hund-Wolf-Kreuzung handeln. Solche Tiere habe es tatsächlich schon in Bundesstaat Montana gegeben, hieß es seitens Montana Fish, Wildlife and Parks Department. Eines davon habe „wie verrückt Schafe getötet“. Eine Untersuchung zeigte später, dass es sich tatsächlich um einen Wolfs-Hybriden handelte.

Eine Untersuchung der DNA des erlegten Tiers in einem Labor im US Bundesstaat Oregon dürfte das Rätsel mit großer Wahrscheinlichkeit sehr bald lösen. Dabei werden Marker des Erbguts des erschossenen Tiers mit denen von bekannten Arten verglichen. So lassen sich auch Kreuzungen wie Hund und Wolf leicht „entschlüsseln“.

 


Photocredit: Montana Fish, Wildlife and Parks Department

Quelle: Washington Post


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