Afrikanische Schweinepest nur noch 21 Kilometer vor deutscher Grenze

Afrikanische Schweinepest nur noch 21 Kilometer vor deutscher Grenze

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Die ASP ist nach Angaben der deutschen Bundesregierung noch näher an die deutsche Grenze herangerückt.

Nur noch 21 Kilometer vor deutscher Grenze

Ein positiv getesteter Schwarzwild-Kadaver wurde nach Angaben des Bundesagrarministeriums nur gut 21 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt gefunden.

Insgesamt seien dem Ministerium acht neue Schweinepest-Fälle von den polnischen Behörden gemeldet worden. Ein weiteres mit dem Virus infiziertes totes Stück lag demnach 32 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt.

Bisher betrug die kürzeste Entfernung eines bekannten Falles in Polen zur Grenze nach Deutschland 40 Kilometer.

Woiwodschaft Lebus

Nach Informationen der polnischen Zeitung "Gazeta Wyborcza", die sich auf Angaben der zuständigen polnischen Veterinärbehörde stützt, sollen zwei der neuen Fälle im Kreis Zary in der Woiwodschaft Lebus aufgetreten seien.

Die Stadt Zary liegt nordöstlich von Bad Muskau (Sachsen) und südöstlich von Cottbus  (Brandenburg). Der Zeitung zufolge ist nicht klar, ob die Wildschweine verendet sind oder erlegt wurden.

Einsatz von Polizisten, Grenzschützern und Soldaten zum Abschuss erlaubt

Das polnische Parlament hatte in seiner letzten Sitzung vor Weihnachten eine Gesetzesreform verabschiedet, die den Einsatz von Polizisten, Soldaten und Grenzschützern zum Abschuss von Wildschweinen ermöglicht.

Im Grenzgebiet zu Polen besteht nach Einschätzung des deutschen Friedrich-Loeffler-Instituts vom 23. Dezember ein hohes Risiko, dass die ASP durch wandernde Wildschweine auf Deutschland übergreift.

Deutschland auf den Ernstfall vorbereitet

Die Behörden beider Länder stehen dazu im Austausch, nach Angaben der Bundesregierung ist Deutschland auf den Ernstfall vorbereitet.

Im Januar soll es in Warschau ein Treffen der Chef-Tierärzte aus Polen und Deutschland geben.

Für Menschen ist die Tierseuche ungefährlich, für Schwarzwild endet es meistens tödlich.

Doch auch die deutschen Bauern sind besorgt, denn beim ersten Nachweis bei einem Wild- oder Hausschwein würde Deutschland den Status als "seuchenfrei" verlieren, es drohten Exportstopps für Schweinefleisch etwa nach Asien.


Foto: pixabay
Quelle: süddeutsche.de


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