Antrag auf Abschuss für Wolf und Bär abgelehnt

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Die Behörde lehnt den Antrag der Landwirtschaftskammer auf Entnahme von Wolf oder Bär ab. Es gebe derzeit keine fachlichen Voraussetzungen dafür, hieß es am Freitag vonseiten des Landes.

Behörde lehnt den Antrag ab

Letzten Mittwoch wurde bestätigt, dass die getöteten Schafe im Bezirk Innsbruck-Land - Gemeindegebiet von Oberperfuss - von einem Wolf gerissen wurden.

Praktisch gleichzeitig mit dieser Bestätigung hatte die Bezirks-Landwirtschaftskammer den Antrag auf Entnahme eingebracht.

Das Land hatte umgehend angekündigt, dass es einen sehr engen rechtlichen Rahmen für einen Abschuss von Wolf oder Bär gebe, weil die Tiere geschützt sind.

Lage laufend neu geprüft

Wie Klaus Wallnöfer, Leiter der zuständigen Abteilung Jagd beim Land Tirol erklärte, hätten die aufgestellten Wildkameras in den letzten Tagen keinen Hinweis auf Wölfe in dem Gebiet gebracht.

Dementsprechend gebe es auch keine akute Gefahrenlage, die einen Abschuss rechtfertigen könnte. Bei neuen Sichtungen und Hinweisen werde die Situation aber neu geprüft, so Wallnöfer. 


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Braunbär im Pitztal von Wildkamera aufgenommen

Die Behörde muss bei Tierkadavern mehrere Punkte prüfen. Bei Nutztieren wie Schafen oder Kühen ist zu klären, ob sie von einem Wolf oder Bär getötet wurden oder ob es zumindest einen Verdacht darauf gibt.

In diesen Fällen ist zu prüfen, ob den betroffenen Bauern eine Entschädigung zusteht. Gleichzeitig ist aber auch zu überprüfen, ob von den Tieren konkrete Gefahren ausgehen oder sogar Menschen gefährdet sind.

Das wäre der Fall, wenn sich ein Wolf oder ein Bär wiederholt in der Nähe von Häusern oder Höfen aufhalten würde.

Landwirtschaftskammer kritisiert „Untätigkeit“

Die Tiroler Landwirtschaftskammer kritisierte am Freitag neuerlich, dass die Bauern mit ihren Sorgen im Zusammenhang mit Bär und Wolf alleine gelassen würden.

Landwirtschaftkammer-Präsident Josef Hechenberger erklärte, dass Bären und Wölfe künftig sicher häufiger in Tirol auftauchen würden. Aus seiner Sicht sei ein Nebeneinander von traditioneller Almwirtschaft und Beutegreifern nicht möglich.

Die Bauernvertreter stellen deshalb den Schutzstatus von Wolf und Bär infrage. 


Foto: Privat

Quelle: kurier.at


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