Freitag, 18. Oktober 2019
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Bedenkliche Karriere eines Wolfs-Hybriden: Neuer Leitwolf im Nationalpark


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Ein Hybride – Mischling aus Wolf und Hund – ist das neue Alphatier des Wolfsrudels des Naturschutzgebiets „Oasi Lipu Castel di Guido“ von Rom

Wolfs-Hybride neuer Leitwolf im Nationalpark

Bereits vor mehreren Monaten stellten Tierschützer der Organisation Lipu fest, dass ein Hybride – ein Mischling aus einem Wolf und einem Hund – das neue Alphatier des Wolfsrudels des Naturschutzgebiets „Oasi Lipu Castel di Guido“ von Rom geworden war.

Das jetzt ein Hypride als Alphatier innerhalb des Rudels nun für die Fortpflanzung zuständig ist, löste unter den Tierschützern tiefe Besorgnis aus.

Die Befürchtung der Aktivisten, es könnten über den Hybriden und seine Nachkommen Hundegene in das Genom des Wolfes eingefügt werden und so nach und nach nicht nur das Wolfsrudel der römischen Küste zerstören, sondern auch den Erhalt der Art des Apenninischen Wolfes gefährden, ist berechtigt.


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"Nerone" mit dem fast schwarzen Fell

Beim neuen Alphatier, das aufgrund seines fast schwarzen Fells „Nerone“ getauft wurde, handelte es sich eindeutig um einen Wolfs-Hybriden.

Bereits im Herbst 2018, als es den Tieraktivisten der Lipu gelang, „Nerone“ in Begleitung seiner Wolfsdame, der fortpflanzungsfähigen Wölfin „Aurelia“, zu filmen, fiel dem wachsamen Auge des Experten auf, dass es sich bei „Nerone“ schon allein aufgrund seines dunklen Fells und mehrerer „unwölfischer“, morphologischer Merkmale um keinen reinen Wolf handeln konnte.

Im Dezember gesammelte Kotproben, aus denen das genetische Profil von „Nerone“ gewonnen werden konnte, bestätigten den Verdacht. Bei „Nerone“ handelt es sich um einen Hybriden der ersten Generation – um den Sohn eines männlichen Hundes und einer Wölfin.

Alphatier für die Fortpflanzung zuständig 

Im Sinne des Schutzes wäre es die beste Lösung gewesen, „Nerone“ vor der Paarungszeit einzufangen, ihn zu sterilisieren und ihn nachher wieder freizulassen.

Aber obwohl die Verantwortlichen der Organisation Lipu alle erforderlichen behördlichen Genehmigungen beantragt und eingeholt hatten, kam es nie zur Gefangennahme und zur Sterilisierung des Hybriden.

Inzwischen – so die Vermutung der Tierschützer – brachte die Wölfin „Aurelia“ bereits eine Anzahl von Wolfswelpen zur Welt.

Wie der Fall der römischen Wölfe zeigt, wird es kaum immer und überall gelingen, Hunde und Wölfe klar voneinander zu trennen, was zur Folge hat, dass die Anzahl von Hybriden definitiv steigen wird.

Daraus ergibt sich die Frage, welche Raubtiere für die Risse verantwortlich sind? Sind es Hunde, Wölfe oder Hybriden?


Foto: Screenshot

Artikel: suedtirolnews.it


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