Ferkel for free: Corona-Hilfsprogramm in Russland

Ferkel for free: Corona-Hilfsprogramm in Russland

 


Die Regierung will die Landbevölkerung mit Ferkeln unterstützen, da aufgrund der Corona-Krise die Arbeitslosigkeit immer weiter steigt.

Corona-Krise: Russland verschenkt Ferkel an Landbevölkerung

In Russland steigt aufgrund der Corona-Pandemie die Arbeitslosigkeit weiter stark an.

Laut Experten könne die Zahl der Arbeitslosen auf mehr als 9 Mio. ansteigen. Vor allem die Landbevölkerung leidet stark unter der Krise.

Zwei Ferkel plus Futtervorrat

Um die Folgen der Pandemie abzumildern, greift die russische Regierung zu einem ungewöhnlichen Mittel!

Jeder Bürger in der Region Kurgan nördlich von Kasachstan und östlich des Uralgebirges soll zwei Ferkel geschenkt bekommen - samt Futtervorrat!

Mit dieser Maßnahme will die Regierung alternative Einkommensquellen fördern und die Nahrungsmittelversorgung sicherstellen.

Presseerklärung von Vadim Shumkov

Laut einer Presseerklärung von Vadim Shumkov, Gouverneur der Region Kurgan, sollen  alle Bürger einen Anspruch auf zwei Ferkel haben, auch die, die keine Erfahrung in der Tierhaltung haben.

Doch der Vorsitzende des Russischen Verbands der Schweinehalter, Sergey Kovalev, hält nichts von dem Vorhaben der Regierung. In Zeiten der ASP und anderen Seuchen befürchtet er, dass mit dieser Maßnahme die Hinterhofhaltung von Schweinen gefördert wird.

In den letzten 20 Jahren war die Zahl dieser einfachen, nicht kontrollierten Haltung in Russland deutlich zurückgegangen.

So konnte neben dem Aufbau einer effizienteren Schweinefleischerzeugung auch die Seuchenproblematik verringert werden.

Anstieg der Hinterhofhaltung

Kovaley warnt bei einem Anstieg der Hinterhofhaltung vor einem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP).

Gleichzeitig könne dies die Bemühungen Russlands im Schweineexport nach Südostasien gefährden. Bisher erhielt das Land die Erlaubnis, Schweinefleisch in die Mongolei, nach Hongkong und Vietnam zu liefern.

Die Verhandlungen zum Export nach China dauern noch an. Es wäre eine schlechte Idee, Maßnahmen zu ergreifen, die die ASP-Situation in Russland verschlechtern könnten, so Kovalev.


Foto: Pixabay
Quelle: Pig Progress


Advertising