Dienstag, 16. Juli 2019
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DNA-Test weckt Zweifel an Wolfsangriff

DNA-Test weckt Zweifel an Wolfsangriff

 

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DNA-Test weckt Zweifel an Wolfsangriff in Bülstedt, es wurden keine Spuren gefunden. Damit ist allerdings nicht ausgeschlossen, dass der 55-Jährige von einem Wolf attackiert wurde!

Hund, Hybrid oder Wolf

Nach dem vermeintlichen Angriff eines Wolfes auf einen 55-jährige Gemeinde-Arbeiter in Bülstedt - wir berichteten hier -  ist das Ergebnis der DNA-Analyse bekannt geworden. Es konnte nichts nachgewiesen werden!

Demnach gibt es keinen Nachweis dafür, dass der 55-Jährige von einem Wolf gebissen wurde. Aber auch nicht das es keiner war. Oder vielleicht ein Hybrid.

Wissenschaftler keine Belege gefunden

Für den Angriff eines Wolfes auf den Mann im niedersächsischen Bülstedt haben Wissenschaftler keine Belege gefunden. Die DNA-Analyse im Auftrag des niedersächsischen Umweltministeriums hat keinen entsprechenden Nachweis erbracht, teilte die zuständige Sprecherin mit.

Damit ist allerdings nicht ausgeschlossen, dass der 55-Jährige von einem Wolf attackiert wurde. Der Mann war seiner Angaben nach von einem Wolf gebissen worden, wie er der Polizei später berichtete. Er arbeitete demnach kniend am Zaun des örtlichen Friedhofs.

Als er nach hinten griff, sei seine Hand plötzlich festgehalten worden. Er blickte sich um und war überzeugt, einen Wolf zu sehen, der zugeschnappt hatte. Drei weitere Wölfe hätten die Aktion mit etwas Abstand beobachtet, so der Arbeiter.

Umweltminister Olaf Lies

Es seien Spuren verschiedener Tierarten nachgewiesen worden, sagte Olaf Lies (SPD) und präzisierte die Ergebnisse später auf einer Pressekonferenz. Nur eben nicht von einem Wolf, Hybrid oder Hund.

Zwei vor Ort genommene Haarproben stammen allerdings von einem Reh. Auf dem Pullover des Mannes wurden Katzenhaare sowie Speichelspuren von Hund und Katze gefunden. Am Hammer des Mannes, den er nach Angaben zufolge nutzte, um den Wolf abzuwehren, wurde nichts gefunden

Intensiviertes Wolfsmonitoring

Der Minister dazu weiter: "Ich hätte mir ein eindeutigeres Ergebnis gewünscht. Wir hatten uns gerne Klarheit verschafft, ob Hund oder Wolf Verursacher waren, um zielgerichteter agieren zu können." Wäre ein Wolf festgestellt worden, dann wäre auch die finale "Entnahme", also eine Tötung des Tieres möglich gewesen.

Nun soll Hinweisen auf möglicherweise in der Gegend herumstreunende Hunde nachgegangen werden. Der Minister habe nun ein "intensiviertes Wolfsmonitoring" in Auftrag gegeben, um mehr Informationen über das ansässige Rudel zu erhalten. Außerdem werden Lies zufolge Wölfe künftig gefangen, betäubt und vor der Freilassung mit Sendern versehen.

 


Artikel: Süddeutsche

Foto: Pixabay


 

 

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