Dienstag, 19. Februar 2019
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EU will Waschbären bekämpfen - deutsche Politik schränkt Waschbärjagd ein!

 

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Sie sind putzig anzusehen, breiteten sich aber immer rasanter aus und verursachen dabei erhebliche Schäden: der Waschbär! Als invasive Art in Europa sind die Tiere hier ungewollt.

Waschbär-Plage in Deutschland

Das neueste Wild-Monitoring des Deutschen Jagdverbands (DJV), zeigen auch die Entwicklung des Waschbären in Deutschland:

--> Im Vergleich zu 2006 hat sich das Verbreitungsgebiet des Waschbären bundesweit mehr als verdoppelt: Über 56 Prozent der am DJV-Wild-Monitoring beteiligten Jagdreviere meldeten 2017 sein Vorkommen! Insgesamt haben sich an dem Monitoring Jagdreviere mit einer Gesamtfläche von knapp 13 Millionen Hektar beteiligt – das entspricht rund 40 Prozent der gesamten jagdbaren Fläche in Deutschland.

--> Im Osten Deutschlands haben Waidmänner aus den Bundesländern Sachsen-Anhalt den Waschbären in 94 Prozent der Reviere gesichtet, gefolgt von Brandenburg (89 Prozent), Sachsen (76 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (68 Prozent).

--> Im Westen wurde der Waschbär sehr häufig in Hessens Revieren gesichtet (86 Prozent). Spitzenreiter ist im Osten Deutschlands Sachsen (plus 345 Prozent), gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern (plus 323 Prozent) und Sachsen-Anhalt (plus 117 Prozent).

Waschbären von Pelzgegnern befreit

Die meisten Waschbären in Deutschland sind Nachfahren von Tieren, die vielfach von Tierrechtsaktivisten Mitte des 20. Jahrhunderts aus Zuchtfarmen "befreit" wurden. Seither breitet sich der aus Nordamerika stammende Kleinbär als invasive Art in Europa ungewollt aus.

Die Folgen dieser Befreiungsaktionen bekommen nun die heimischen Tierarten zu spüren und diese sind gravierend!

Hier die Einschätzung der Deutschen Bundesregierung: „In einigen Fällen können sich die Neuankömmlinge etablieren, massenhaft vermehren und hier natürlich vorkommende Ökosysteme, Biotope oder Arten schädigen, zum Beispiel durch Verdrängung natürlich vorkommender Arten oder Veränderung der Vegetationsstruktur. In diesem Fall spricht man von invasiven Arten.“

Torsten Reinwald - DJV-Sprecher

Der DJV Sprecher dazu: „Der Waschbär bedroht seltene Arten wie die Sumpfschildkröte und macht sogar dem Uhu seine Brutplätze streitig.

Die EU will, dass er als invasive Art drastisch reduziert wird.“ Das bedeutet: Er soll geschossen werden und ihm soll mit Fallen nachgestellt werden, um seine Bestände zu reduzieren.

Die Bilanz für das Jagdjahr 2017/2018: Knapp 171 500 Waschbären erlegten Deutschlands Jäger. Zehn Jahre zuvor waren es noch gut 36 500 – das entspricht einem Jagdstrecken-Plus von 370 Prozent.Zum Vergleich: Im ganzen Jagdjahr 1996/1997 wurden in Deutschland gerade einmal 5075 Waschbären erlegt.

Politik schränkt Waschbärenjagd ein

Doch die Politik schränkt die Waschbärjagd trotz klarer EU-Vorgaben mancherorts massiv ein, erschwert so die Umsetzung der EU-Verordnung zum Management invasiver Arten.

DJV-Sprecher Reinwald zum Problem.: „Wir Jäger haben 2017/18 die Rekordzahl von über 170 000 Waschbären erlegt. Aber die Politik macht uns mancherorts die Arbeit schwer. In Hessen wurden Schonzeiten eingeführt und Kastration wird tatsächlich als Option diskutiert. In Berlin ist die Fallenjagd komplett verboten. Und in vielen Naturschutzgebieten, wo der Waschbär seltene Vögel frisst, darf auch nicht gejagt werden. Diese Schildbürgerstreiche helfen nicht.“


Artikel: bild.de

Foto: Pixabay


 

 

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