Luxenburg: Militär und Polizei sollen Mufflonherde auslöschen

Luxenburg: Militär und Polizei sollen Mufflonherde auslöschen

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Die Echternacher Mufflons wurden verbotenerweise ausgesetzt und entwickeln sich offenbar zu einer Belastung für den Wald. Mehr als 200 Mufflons sollen nun von Militär und Polizei abgeschossen werden!

Echternach will Mufflons abschießen lassen

Die Echternacher Mufflons wurden in den 1990er-Jahren verbotenerweise ausgesetzt und entwickeln sich offenbar zu einer grundlegenden Belastung für den Wald.

Mehr als 200 Mufflons leben nahe Echternach. Die Stadt möchte die Herde abschießen lassen, weil sie sich zunehmend zu einer Belastung fürs Ökosystem entwickelt.

Eine fehlende Unterschrift verhindert dies aber noch.

Mufflon ist ein majestätisches Tier

Doch das Muffelwild hat sich in den vergangenen Jahren nicht nur Freunde in der luxemburgischen Abteistadt gemacht. Im Gegenteil, Stadt und Förster würden die Tiere am liebsten rasch loswerden.

Denn die Wildschafe entwickeln sich laut Bürgermeister Yves Wengler im Wald zu einer zunähmenden Belastung. Das Problem sind ausgerechnet die auffälligen Hörner. Denn mit denen rammen die Widder gerne mal Bäume. Dabei platzt die Rinde ab, die die Mufflons dann fressen.

Illegal in Echternach ausgesetzt

Inzwischen zählt die Herde laut dem Bürgermeister mehr als 200 Exemplare. Auch, weil es in den Luxemburger Wäldern keinen Fressfeind gibt, konnten sich die Tiere seit den 1990er-Jahren vermehren.

Damals wurden einige Schafe, deren Heimat eigentlich die Berge Korsikas oder Sardiniens sind, illegal in Echternach ausgesetzt. „Es ist eine invasive Art“, soWengler: „Und die muss weg.“ Die Gemeinde hat daher beantragt, im Wald eine „systematische behördliche Jagd“ zu veranstalten.

Truppen von Militär und Polizei sollen das Gebiet durchforsten und sämtliche Mufflons abschießen.

Anders, sagt der Echternacher Stadtchef, könne man der Plage nicht mehr Herr werden – auch, weil der Jagdpächter seine vorgeschriebenen Abschusszahlen nicht einhalte.

Polizei probt den Ernstfall

Die behördliche Jagd habe die Gemeinde bereits im Frühjahr beantragt. Nach wie vor fehle aber eine Unterschrift, sagt Wengler. Und zwar die der luxemburgischen Umweltministerin Carole Dieschbourg.

Der Echternacher Bürgermeister vermutetet ein politisches Motiv: „So eine Jagd lässt sich wohl mit dem grünen Gewissen nicht vereinbaren, dabei würde sie die Umwelt vor Schäden bewahren.“ Es ist ein Seitenhieb des Konservativen gegen Dieschbourgs Partei „déi gréng“, auf Deutsch: die Grünen.

Beim luxemburgischen Umweltministerium sieht man das etwas anders, wie eine mediale Anfrage ergab. Eine behördliche Jagd habe bislang „aus Tierschutzgründen“ nicht genehmigt werden können!

Keine Lämmer im "Trieb"

Das Ministerium wollte wohl verhindern, dass den Schützen Lämmer vor die Büchse geraten.

Also musste die Jagd bis nach der Brunft- und Aufzugszeit der Jungtiere warten: Noch im Herbst, also „in den nächsten Wochen, ist ein Termin vorgesehen“.

Denn auch die Behörde sieht in den Mufflons „ein ernstzunehmendes ökologisches Problem“.


Foto: Pixabay

Quelle: Volksfreund.de


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