Wolf illegal erschossen: Ist der Rodewalder Problemrüde nun tot?

Wolf illegal erschossen: Ist der Rodewalder Problemrüde nun tot?

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Der tote Wolf aus der Gemeinde Dörverden, hier auf der Wiese gefunden, erinnert nach Ansicht von Fachleuten von der Statur her sehr an den berühmt-berüchtigten Rodewalder Wolf.

Auf einer Wiese in Dörverden gefunden

Bereits seit Monaten wird ein Problemwolf im Landkreis Nienburg mit Hochdruck bejagt, der für den Tod von mindesten 40 Tieren verantwortlich sein soll.

Jetzt wurde im angrenzenden Landkreis Verden ein Wolf erschossen aufgefunden.

Die Entdeckung eines Treckerfahrers, am Mittwochmorgen gegen 9 Uhr, auf einer Wiese im „Drei-Länder-Eck“ der Landkreise Verden, Heidekreis und Nienburg, könnte der besagte Wolf sein.

Das an Schussverletzungen verendete Tier erinnert von der Größe, Geschlecht und Aussehen an den Rodewalder Wolf, für den die niedersächsische Landesregierung die Abschussgenehmigung ausgerechnet bis zum 31. Oktober verlängert hatte.

Erinnert an Rodewalder Wolf

Nach dem morgendlichen Fund des Teckerfahrer, der umgehend die Besitzerin der Wiese informierte, die wiederum mit dem zuständigen Wolfsberater des Landkreises Verden, Helmut Meyer, Kontakt aufnahm kam dieser auch zum Fundort.

Dieser teilte auf Medienanfrage mit, es handelt sich bei dem Wolf um einen „richtig starken und alten Rüden“, der von der Statur her durchaus an den vielzitierten Rodewalder Wolf erinnert.

Ob es sich jedoch ausgerechnet um diesen Wolf handelt, würden erst weitere Untersuchungen ergeben.

Der Wolfsberater schaltete überdies die Polizei in Dörverden ein, weil es sich bei den Schussverletzungen um eine „herausragende Straftat“ handelt.

Problemwolf ist zum Abschuss freigegeben

Umweltminister Olaf Lies (SPD) hatte den Abschuss des Wolfsrüden, der einem Rudel bei Rodewald angehört, als notwendig erachtet.

Der Wolf soll laut Ministerium für mehr als 40 getötete Nutztiere, darunter Schafe, Ponys und ein Alpaka, verantwortlich sein.

Genaue Aufschlüsse über den Wolf wird allerdings erst ein genetisches Gutachten in einem Speziallabor in Berlin ergeben.

Fundort muss nicht Tatort sein

Der Wolfsbeauftragte der Landesjägerschaft, Raoul Reding, betätigt den Fund, betonte aber gleichzeitig, bei ihm habe sich noch niemand gemeldet, der für den Abschuss verantwortlich sei. Auch muss der „Fundort nicht Tatort sein.“

Deshalb sei es durchaus möglich, dass das Tier noch zwei bis drei Kilometer verwundet zurückgelegt haben könnte. 

Die erfolglose Jagd auf den Rodewalder Wolf hat das Land Niedersachsen bislang mehr als 83.000 Euro gekostet. Der Rodewalder Wolfsrüde streift durch ein bis zu 600 Quadratkilometer großes Gebiet und wird seit Januar gesucht.

Er darf geschossen werden, weil er wolfsabweisende Zäune überwunden und Rinder in einer Herde angegriffen hat.


Foto: Screenshot Facebook

Quelle:  kreiszeitung.de


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