Montag, 19. August 2019
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Unteres Odertal: Elchbulle im Nationalpark gesichtet


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Der Elchbulle frisst am Freitagmorgen gemütlich Blätter einer Hecke an der alten B 2. Mehrere Autofahrer und Nationalpark Mitarbeiter fotografierten und filmten das seltene Ereignis.

Elchbulle im Nationalpark Unteres Odertal

Letzen Freitagmorgen war die Überraschung für die Augenzeugen groß, da ein solches Erlebnis selbst im Nationalpark Unteres Odertal selten ist.

Auch Katrin Hanusa war gegen knapp vor 8 Uhr gerade auf der alten B2 unterwegs, als sie den Elchbullen am Straßenrand sah.

Sie konnte das Tier dabei beobachten, wie er seelenruhig Blätter eines Heckenbusches verspeiste. "Ich glaubte meinen eigenen Augen nicht", war die Frau völlig aus dem Häuschen und filmte und fotografierte das imposante Tier aus dem Auto. 


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Elch ohne Stress

Wenig später wechselt das Tier dann ohne jeglichen Stress über die Straße. "Ich hätte ihn fast noch gestreift", so der Nationalparkmitarbeiter Tim Bornholdt.

Der Mann war gerade mit dem Auto auf dem Weg zu seiner Arbeit in Criewen, als er auf den seltenen Nationalpark-Besucher stieß.

Auch er hielt seine Beobachtung mit seiner Handycam fest. "In freier Natur habe ich vorher auch noch keinen Elch gesehen. Wandernde Elche werden ja immer wieder mal wieder gesichtet, auch im Nationalpark, wie zuletzt in Stolpe oder bei Friedrichsthal", erzählt Bornholdt.

Er filmte den Elch, der gemächlich in Richtung Densenberge lief, einem der geschützten Wildnisgebiete im Nationalpark.

Elchbeobachtungen selten, aber regelmäßig

Meist werden junge Elchbullen im Herbst in der Vor- und Hauptbrunft auf uralten Wegen von Ost nach West gesichtet. Zwischen 2006 bis 2009 gibt es schon einige dokumentierte Elchnachweise.

Ansiedlungen aber gab es bisher in der Region nicht. Die Tiere wanderten in der Regel immer weiter oder zurück in die polnischen Ausgangsreviere. Eine wesentlich seltenere Sichtung einer Elchkuh mit ihren Kälbern glückte zuletzt 2002.

Elch steht ganzjährig unter Schutz

Der Elch steht in Deutschlad ganzjährig unter Schutz, doch nicht selten kam es aber schon zu Wildunfällen mit diesen imposanten Tieren.

Elche werden bis zu drei Meter lang, 2,30 Meter groß und bis zu 800 Kilogramm schwer.

Ansiedlungsversuche des Elches im Jagdgebiet Schorfheide in den 1930er-Jahres schlugen fehl. Erste Pläne für den Nationalpark sahen ebenso das Aufstellen von Elchgattern vor, stießen aber in der Region auf heftige Kritik.


Foto: Screenshot Facebook - Katrin Hanusa

Quelle: stuttgarter-zeitung.de


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