Wien macht ernst bei der Schwarzwildjagd

Wien macht ernst bei der Schwarzwildjagd

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Die Zahl an Schwarzwild am Stadtrand von Wien ist zuletzt stark gestiegen. Die Stadt will deshalb nun spezielle Gegenmaßnahmen ergreifen. Konkret soll die Bejagung der Tiere in der Nacht erleichtert werden!

Nächtliche Wildschweinjagd in Wien

Nachdem der niederösterreichische Landesjagdverband seine abneigende Haltung zur Nutzung von Nachtzielgeräten aufgegeben hat - wir berichteten - und ab Jänner 2020 zur jagdlichen Nutzung erlaubt werden, zieht Wien nun bei diesem Thema nach.

Ein entsprechender All-Parteien-Antrag ist letzten Mittwoch im Landtag beschlossen worden.

„Faktum ist, dass sich die Zahl beim Schwarzwild massiv erhöht hat und dass die Tiere auch mehr an den urbanen Raum herankommen“, so der SPÖ-Umweltsprecher Erich Valentin.

Die Tiere hätten vor allem in der Nacht ein „leichtes Leben“. Grund dafür ist, dass Jäger derzeit keine technischen Hilfsmittel für eine bessere Sicht in der Nacht einsetzen dürfen. Das soll sich aber bald ändern.

Gesetzesnovelle in Ausarbeitung 

Konkret wurde beschlossen zu prüfen, unter welchen Voraussetzungen künftig „künstliche Nachtzielhilfen“ wie „Infrarotgeräte, elektronische Zielgeräte, Visiereinrichtungen für das Schießen bei Nacht mit elektronischem Bildverstärker oder Bildumwandler“ zwecks Jagderleichterung eingesetzt werden können, wie es im Antrag – er wurde von allen im Rathaus vertretenen Fraktionen beschlossen – heißt.

„Wir wollen uns zusammensetzen, um zu besprechen, wie man eine Gesetzesnovelle formulieren muss“, erklärte der SPÖ-Umweltsprecher.

Angedacht ist jedenfalls, die Befugnis nur einem bestimmten, entsprechend geschulten Personenkreis zu gewähren.

Der Wiener Landesjagdverband soll in die Gespräche eingebunden werden. Geht alles nach Plan, wird die Regelung im ersten Quartal 2020 beschlossen, zeigte sich Valentin zuversichtlich.

Vogelfutter, Fallobst und Misthaufen

Schwarzwild am Wiener Stadtrand ist zuletzt immer öfter ins Gerede gekommen, nachdem ein junger Mann kürzlich von einem Stück in der Donaustadt nahe der Lobau angegriffen und verletzt worden war.

Die Population sei u.a. durch gute Umweltbedingungen stark gestiegen, hatte Forstdirektor Andreas Januskovecz in der Vorwoche erklärt.

Auch am Boden ausgestreutes Vogelfutter oder liegen gelassenes Fallobst in den Gärten würden die Tiere anlocken, hieß es. Das Forstamt hat inzwischen Hinweistafeln in den betroffenen Gebieten aufgestellt.


Foto: Pixabay
Quelle:  ORF Wien


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