Wölfin aus Ohrdruf hat offenbar wieder Hybrid-Nachwuchs bekommen

Wölfin aus Ohrdruf hat offenbar wieder Hybrid-Nachwuchs bekommen


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Die Wölfin aus Ohrdruf hat offenbar wieder Nachwuchs bekommen. Schäfer in Thüringen zeigen sich angesichts gerissener Nutztiere besorgt und fordern den Abschuss, Vater der Welpen ist vermutlich ihr eigener Hybridensohn!

Nachwuchs bei Wölfen löst neue Debatte aus

Im deutschen Bundesland Thüringen ist eine neue Debatte um die Ohrdrufer Wölfin entbrannt. Während Jäger und Schäfer den Abschuss der Wölfin fordern, sprechen sich Naturschützer dafür aus, die Wölfin zu verschonen.

Anlass für die aktuelle Diskussion ist, dass die Wölfin offenbar erneut Wolfs-Hund-Mischlinge bekommen hat. Vater ist vermutlich ihr eigener Hybridensohn, mit dem die Wölfin unterwegs war, ehe er diesen April erlegt wurde. 

Untypisches Verhalten? Antrag auf Abschuss der Wölfin in Thüringen

Laut Siegmar Arnold, Chef der Agrargenossenschaft Thörey, ist es für Europa vollkommen untypisch, dass die Wölfin bereits zum zweiten Mal Mischlingsnachwuchs bekommen hat.

Er kündigte an, am Freitag in der Arbeitsgruppe Wolf des Landesverbandes einen Antrag zum Abschuss der Wölfin wegen artuntypischen Verhaltens zu stellen.

Seiner Meinung nach habe das Umweltministerium die Wolfsproblematik vollkommen unterschätzt. 


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Etwa fünfmal so viele Nutztiere gerissen wie durchschnittliches Rudel

Jedes Mal, wenn sie Nachwuchs bekommen habe, hätten die Angriffe zugenommen, sagt Arnold. Dabei würden gezielt Nutztiere gerissen und das könne so nicht weitergehen!

Pläne des Umweltministeriums, die Wölfe mit Fallen zu fangen, seien bislang erfolglos verlaufen. Deshalb werde er am Freitag den Vorschlag zum Abschuss machen.

Auch der Chef der Kreisjägerschaft, Niko Scheringer, hält die Wölfin für einen Problem-Wolf. Sie und ihr erster Nachwuchs hätten 2017 etwa fünfmal so viele Nutztiere gerissen wie ein durchschnittliches Rudel in Deutschland.

Junge Hybriden sollen gefangen werden

Bei den neuen Hybriden soll zunächst wieder versucht werden, sie einzufangen. Gelingt das wie bei ihren Halbgeschwistern vor zwei Jahren nicht, sollen sie ebenfalls zum Abschuss freigegeben werden.

Die CDU im Thüringer Landtag fordert einen Strategiewechsel im Umgang mit der Ohrdrufer Wölfin. Zum zweiten Mal plane das Umweltministerium eine aufwändige und vermutlich vergebliche Jagd auf den Nachwuchs mit Lebendfallen, sagte der landwirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion, Marcus Malsch.

Angesichts mehrerer hundert gerissener Nutztiere sollte Umweltministerin Anja Siegesmund (B90/Grüne) die Wölfin und ihren Nachwuchs zum Abschuss frei geben.


Foto: Bundesforste

Quelle: mdr.de


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