Afrikanische Schweinepest: Nigeria schwer getroffen, 6.285 Fälle in Europa

Afrikanische Schweinepest: Nigeria schwer getroffen, 6.285 Fälle in Europa

 


In Nigeria ist eine große Schweinefarm von der Afrikanischen Schweinepest (ASP) betroffen, Europa meldet im 1. Halbjahr 2020 bald mehr ASP-Fälle als im gesamten Jahr 2019.

300.000 Schweine in Nigeria getötet

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) kommt nicht zur Ruhe, in Lagos (Nigeria) sind rund 300.000 Hausschweine betroffen!

Der Betrieb in Lagos gehört zu einer der größten Genossenschaften im Land, dieser stellt für 3.000 Landwirte die Lebensgrundlage dar.

Zuletzt brach die tödliche Tierseuche 2008 aus

Ayo Omirin, Landwirt der Oke Aro-Farm, berichtet den iternationalen Medien, dass bereits gut 300.000 Schweine gekeult werden mussten.

Zuletzt brach die tödliche Tierseuche 2008 in dem Betrieb aus.

Europa meldet bald mehr ASP-Fälle als in 2019

Aber auch in Europa schreitet die ASP immer weiter vorran und es ist erst knapp die Hälfte des Jahres vorbei.

Aber die Gesamtzahl der Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen wird schon bald höher sein, als im gesamten vergangenen Jahr, 2019.

Fünf europäische Staaten melden ASP-Ausbrüche bei Wildschweinen

Allein in Polen gab es seit Jahresbeginn bis zur vergangenen Woche 540 neue Fälle.

Über die letzten Wochen berichteten auch Ungarn, Rumänien, Lettland und Moldawien von positiv-getesteten Wildschweinkadavern.

Insgesamt gab es nach Angaben der Europäischen Kommission in diesem Jahr bisher 6.285 Fälle von ASP bei europäischen Wildschweinen.

Rumänien meldet 11 neue Ausbrüche

Auch landwirtschaftliche Betriebe sind betroffen, Rumänien meldet 11 neue Ausbrüche - die meisten aus Hinterhofhaltungen.

Allerdings waren auch zwei größere landwirtschaftliche Betriebe betroffen, so dass insgesamt 2.330 Tiere starben oder getötet werden mussten.

Auch Ukraine erneut betroffen

In der Ukraine wurde seit fast einem Jahr erstmals wieder ein Fall der ASP in einem landwirtschaftlichen Betrieb in der Region Sumy bestätigt.

23 Tiere sind laut Meldung der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) betroffen, eins verendete an der Tierseuche.

Insgesamt hat die Europäische Kommission bis Ende Mai 286 Ausbrüche bei Hausschweinen in Europa registriert.

Belgien im Herbst 2020 wieder offiziell als ASP-frei

So kündigte Belgien an, die ASP-Pufferzone in der Provinz Luxemburg zu verkleinern. Die EU stimmte der Maßnahme zu, sodass jetzt auch die Hoffnung auf ein Ende der Exportbeschränkungen steigt.

Der letzte Fund eines ASP-positiven Schweins innerhalb der Zone stammt vom 11. August 2019.

Wird auch in der verkleinerten Pufferzone kein infiziertes Wildschwein mehr nachgewiesen, könnte Belgien im Herbst 2020 wieder offiziell als ASP-frei gelten.


Foto: Pixabay
Quelle: oie.int


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