Elefanten und Nashörner - Jagd soll wieder legalisiert werden

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Schwere Zeiten für Tierrechtsorganisationen: Die „Welt-Artenschutz-Konferenz“ wirft ihre Schatten voraus und sorgt schon vor ihrem Beginn für reichlich Zündstoff - Elefanten und Nashörner sollen wieder bejagt werden!

Jagd auf Elefanten und Nashörner soll legalisert werden

Nachdem die  Artenschutzkonferenz schon am 26. März 2019 in Sri Lanka hätte statt finden sollen, aber durch die verheerenden Anschläge verschoben wurde, findet diese CITES Konferenz nun von 17. bis 18. August 2019 in Genf statt.

Die Entscheidung wurde aus Respekt vor den Opfern der Attacken (...) und mit Blick auf die Zeit, die die Regierung in Sri Lanka nun braucht, getroffen“, so die CITES-Generalsekretärin Ivonne Higuero.

Im Turnus von drei Jahren stattfindend

Die im Turnus von drei Jahren stattfindende "World Wildlife Conference" wirft aber jetzt schon ihren Schatten voraus und sorgt für reichlich Zündstoff bei den Tierschutzorganisationen.

„CITES legt die Regeln für den internationalen Handel mit wildlebenden Tieren und Pflanzen fest. Es ist ein wirksames Instrument, um Nachhaltigkeit zu gewährleisten und auf den raschen Verlust der biologischen Vielfalt zu reagieren, indem Rückgänge bei Wildtierpopulationen verhindert und rückgängig gemacht werden. Die diesjährige Konferenz wird sich auf die Stärkung bestehender Regeln und Standards konzentrieren und gleichzeitig die Vorteile des CITES-Reglements auf zusätzliche Pflanzen und Tiere ausweiten, die durch menschliche Aktivitäten bedroht sind “, sagte die CITES-Generalsekretärin.

Vom 17. bis zum 28. August 2019 beraten die 183 Vertragsparteien nun über den internationalen Handel mit gefährdeten wildlebenden Tier- und Pflanzenarten“ (CITES) im schweizerischen Genf. 


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56 neue Vorschläge zur Änderung

Die Regierungen der Vertragspartner legten im Vorfeld insgesamt 56 neue Vorschläge zur Änderung des Schutzniveaus vor, das CITES für wildlebende Tier- und Pflanzenarten im internationalen Handel vorsieht.

Mit vielen dieser Vorschläge soll sichergestellt werden, dass der Handel mit gefährdeten Arten nachhaltig bleibt, indem Handelsgenehmigungen über eine CITES-Liste in Anhang II verlangt werden.

Andere empfehlen, jeglichen Handel mit Exemplaren von Arten, die vom Aussterben bedroht sind, zu verbieten, indem sie in Anhang I aufgeführt werden.

Wieder andere wollen nachweisen, dass sich eine Population stabilisiert oder vergrößert hat und sicher von Anhang I nach Anhang II überführt werden können.

Sambia und Namibia mit größten Konfliktpotenzial

Sambia schlägt vor, seine Elefantenpopulation mit etwa 27.000 Elefanten von Anhang I auf Anhang II zu setzen, da die Population nicht mehr die Kriterien erfüllt, um unter die scharfen Schutzmaßnahmen des Anhangs I zu fallen.

Erlaubt wäre dann;

1. Handel mit registriertem Rohelfenbein zu kommerziellen Zwecken nur nach CITES-Zulassung mit Handelspartnern, die nicht reexportieren

2. Handel mit Jagdtrophäen zu nichtkommerziellen Zwecken

3. Handel mit Häuten und Lederwaren der Tiere

Mit den erzielten Gewinnen will Sambia den Schutz ihrer afrikanischen Elefantenpopulation nachhaltig fördern.

Namibia will Breitmaulnashörner von Anhang I in Anhang II transferieren

Namibia will die Population an Breitmaulnashörnern von Anhang I in Anhang II, zum ausschließlichen Zweck der Ermöglichung des internationalen Handels, setzen lassen;

1.  lebenden Tiere zu geeigneten und annehmbaren Bestimmungsorten; und

2. Jagdtrophäen überführen

Auch Namibia begründet seinen Vorstoß mit der Größe der vorhandenen Nashornpopulation.

Nach Südafrika hat Namibia das zweitgrößte Vorkommen an Breitmaulnashörnern weltweit.

Handel mit registrierten Elfenbeinbeständen

Botswana, Südafrika, Sambia und Namibia wollen hingegen den Handel mit registrierten Elfenbeinbeständen für von CITES geprüfte Partner ermöglichen.

Sie schlagen eine Änderung einer Anmerkung vor, die, obwohl ihre Elefantenpopulationen in Anhang II aufgeführt sind, derzeit den Handel untersagt.

Dagegen schlägt eine Gruppe von 10 Ländern (Burkina Faso, Elfenbeinküste, Gabun, Kenia und Liberia, Niger, Nigeria, Sudan, Arabische Republik Syrien und Togo) vor, die Elefantenpopulation von Botswana, Namibia, Südafrika und Simbabwe von Anhang II nach Anhang I zu verlegen...

Spannende Verhandlungen in Genf

Die Verhandlungen der 183 Vertragspartner in Genf dürften wohl sehr hitzig und spannend werden, da Änderungen in Anhang I oder II auf den CITES-Konferenzen mit mindestens einer Zweidrittelmehrheit beschlossen werden muss.

Wie Tierrechtsorganisationen auf die Entscheidungen reagieren und welche populistischen Aktionen sie setzen werden, wir halten Euch am Laufenden!


Foto: Pixabay

Quelle: cites.org


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