Kenias Gerichte: Elfenbeinschmuggler plündern Asservatenkammern

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Da staunten kenianischen Wildhüter nicht schlecht, als ihnen die drei Verdächtigen Elfenbeinstoßzähne und ein Nashornhorn aus Beständen für laufende Gerichtsverfahren im Wert von 14.000 Euro verkaufen wollten!

Kericho: Drei Schmuggler mit Elfenbein im Wert von 14.000 Euro verhaftet

Ein Nashorn und drei Elefantenstoßzähne, die eindeutig als Exponate verschiendener kenianischer Gerichte gekennzeichnet waren, wurden am 22. September von drei Verdächtigen in Litein, Region Kericho, bei einem Scheinkauf erworben.

Eine illegal operierende Organisation hatte die Beweismittel gestohlen und versuchte diese nun am Schwarzmarkt zu verkaufen.

Elfenbein im Wert von rund 14.000 Euro

Mathew Kipkemoi Maritim, Emannuel Ngetich und Edi Abdi Kontoma wurden letzten Sonntag im Landkreis Bureti mit den Trophäen mit einem Straßenwert von 1,6 Mio. kenianischer Schillinge verhaftet.

Wäre die heisse Ware in China geladnet, wäre der Preis um ein Vielfaches höher gewesen. Ein Beamter hatte sich als interessierter Käufer ausgegeben und war von einem der Kriminellen ins das Versteck gebracht worden.

Ware wies Markierungen auf

Als Beamte des Kenya Wildlife Service (KWS) den Verkäufer in ein Falle lockten, wussten sie noch nicht, dass er sie dazu bringen würde ein bestehendes System aufzudecken, das auf Exponate der Gerichte zugriff hat und diese geziehlt stiehlt und weiterverkauft.

Die konfiszierte Ware wies Markierungen auf und somit stand fest, dass es sich um Beweisstücke aus laufenden Gerichtsverfahren handeln musste. 

Ein höherer Beamter dazu: "Dies ist ein großer Durchbruch nicht nur im Kampf gegen Wilderei und illegalen Handel mit Jagdtrophäen, sondern es hat nun auch einen wichtigen Schritt zur Aufdeckung eines Syndikats in der Justiz gegeben, in dem Exponate gestohlen und verkauft werden".

Keine Kaution wegen Fluchtrisiko

Als die drei Verdächtigen am Montag vor dem Obersten Richter Benard Omwanza angeklagt wurden, lehnte die Staatsanwältin Sharon Koina die Vorderung einer Kaution ab.

"Der Staat ist gegen die Freilassung der Verdächtigen auf Kaution, da die Angelegenheit noch untersucht wird. Abgesehen von der Tatsache, dass ein Fluchtrisiko besteht, befürchten wir, dass sie die Ermittlungen in dieser Angelegenheit stören werden", erklärte Koina.


Foto: Polizei

Quelle: Daily Nation Kenia


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