Samstag, 20. Juli 2019
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Texas verliert den Kampf gegen die Wildschweine

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Trotz jahrelanger intensiver Jagd verliert Texas den Kampf gegen die massive Wildschweinpopulation. Sieben von zehn Schweinen im Staat müssten getötet werden, alleine nur um deren Anzahl gleich zu halten.

Lone Star State verliert den Kampf

Seit das Texas Park and Wildlife Department (TPWD) 1982 erstmals mit der massiven Bejagung von Wildschweinen begann, hat die Schweinepopulation im Lone Star State trotzdem dramatisch zugenommen.

Heute gibt es mehr als zehnmal so viele Schweine im Bundesstaat wie damals. Leider der Beweis: Texas verliert den Krieg gegen wildlebende Schweine.

Bei der Jagd strenge auflagen

In Texas gibt es trotzdem sehr strenge Vorschriften bezüglich der Schweinejagd, Jäger können aber das ganze Jahr über Schweine ohne Begrenzung erlegen.

Sie können angekirrt, in der Nacht oder vom Flugzeug aus erlegt werden. Schätzungen zufolge werden in Texas jedes Jahr über 250.000 Schweine von Jägern, Fallenstellern und dem Texas Park and Wildlife Department (TPWD) getötet.

Jäger töten damit rund 30% der Population 

Leider reicht die Strecke an Schweinen aber nicht aus. Obwohl Jäger und Trapper jährlich rund 30 Prozent der Schweinepopulation in Texas töten, wächst die Anzahl der Schweine immer noch um etwa 20 Prozent.

Biologen und Wildtiermanager schätzen, dass jedes Jahr 70 Prozent der Schweine im Staat getötet werden müssten, um die Population zu erhalten, und noch mehr müssten getötet werden, um tatsächlich ihre Zahl zu reduzieren.

Ja, richtig gelesen: 7 von 10 Schweine im Staat müssten getötet werden, nur um die Population dort zu halten, wo sie jetzt steht!

Warum erlebt gerade Texas ein so explosives Wachstum?

Der Hauptgrund ist, dass sich Schweine fast so schnell wie Kaninchen vermehren. Sie werden geschlechtsreif, bevor sie ein Jahr alt sind, und können jedes Jahr bis zu drei Würfe von 6-8 Ferkeln produzieren.

Ein weiterer Grund, warum sie schwer zu kontrollieren sind, besteht darin, dass Wildschweine sehr intelligente und widerstandsfähige Tiere sind.

Sie reagieren schnell auf Jagd- und Fangdruck, indem sie ihre Gewohnheiten ändern oder einfach die Gegend verlassen, wenn der Jagddruck zu groß wird.

Da bekannt ist, dass sie auf der Suche nach Nahrung über extrem große Entfernungen streifen, sind Langzeitmaßnahmen zur Reduktion schwierig und kompliziert.

In kleinen Gebieten relativ Erfolgreich

Landbesitzer und Biologen waren relativ erfolgreich bei der Bekämpfung der Wildschweinpopulationen in kleinen Gebieten. Dies sind jedoch in der Regel kurzfristige Erfolge, die nur so lange dauern, bis eine andere Rotte in das Gebiet kam und der Zyklus von neuem beginnt.

Ihre Ernährung besteht normalerweise aus Wurzeln, Eicheln, Knollen und anderen Pflanzen. Sie fressen buchstäblich alles, was sie finden oder fangen können. Getreide, Schlangen, Insekten, Brutvögel und selbst Hirschkälber sind vor einem hungrigen Schwein nicht sicher.

Lehrbuchbeispiel für invasive Art

Wildschweine sind ein Lehrbuchbeispiel für eine invasive Art und verursachen erhebliche Schäden in der einheimischen Tierwelt und im Ökosystem. Neben dem direkten Wettbewerb mit Hirschen um Nahrung schädigen sie die Vegetation, die Wachteln und Truthahn brauchen, um zu brüten.

Doch was kann man dagegen tun? Gift ist ein möglicher Weg, die Dinge im "Krieg" gegen wildlebende Schweine umzudrehen.

Australien hat Natriumnitrat erfolgreich eingesetzt, um die Schweinezahlen zu kontrollieren, und Biologen hatten es einigen Jahren im "Kerr Wildlife Area" in Texas ausprobiert.

Größte Sorge sind Kollateralschäden 

Eine der größten Sorgen bei der Verwendung von Natriumnitrat oder einem anderen Gift ist, eines zu finden, welches anderen Tieren nicht schadet.

Das letzte, was wir wollen, ist, einen Haufen Schweine mit Rattengift zu töten und dann alle Geier und andere Aasfresser durch den Verzehr von vergifteten Schweinekadavern sterben zu lassen, so das Texas Park and Wildlife Department.

Bis eine optimale und dauerhafte Lösung gefunden wurde, müssen wir uns auf die alte Weise mit Schweinen befassen: durch die Jagd und das Fangen, so die Texanischen Jäger! Also dann, WMH!


Foto: Pixabay

Artikel: wideopenspaces.com


 

 

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