Samstag, 20. Juli 2019
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Wilderer töten mehr als 1000 Rentiere in Sibirien

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Wilderer haben in Sibirien mehr als 1000 Rentiere erschossen. Das Fleisch und die Trophäen seien in mehreren Lastwagen in der russischen Teilrepublik Jakutien entdeckt worden.

Wilderer töten mehr als 1000 Rentiere in Sibirien

Wilderer haben in Sibirien nach Angaben von Umweltschützern mehr als 1000 Rentiere erschossen. Das Fleisch und die Trophäen seien in mehreren Lastwagen in der russischen Teilrepublik Jakutien entdeckt worden, teilte der WWF mit.

Der Fund, der zu großen Teilen in einfachen Säcken verpackt war, wiege mehrere Tonnen. Die Tiere seien vermutlich auf der Taimyr-Halbinsel in der Region Krasnojarsk erlegt worden. Umweltschützer hätten den Transport zusammen mit den örtlichen Behörden vor einer Woche gestoppt, hieß es. Seit einigen Jahren bemerken wir einen massiven Anstieg der Wilderei», sagt WWF-Expertin Eva Klebelsberg.

Die Jagd auf Tundra-Rentiere

Die Jagd auf Tundra-Rentiere gebe es seit Jahrtausenden, erklärte die für die russische Arktis zuständige Expertin Eva Klebelsberg, des WWF.  Eine solche Population könne in Verbindung mit dem Klimawandel schnell verschwinden, warnte sie.

Nach Angaben der örtlichen Behörden gibt es aktuell noch eine Population von etwa 400.000 Rentiere. Die Zahl sei in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen.

Konvoi nur die Spitze des Eisbergs

Der jetzt gestoppte Konvoi dürfte wahrscheinlich nur die Spitze des Eisbergs darstellen. Die Rentiere werden einfach beim Durchschwimmen der Flüsse erschossen und die Geweihe dabei einfach abgesägt.

Die Geweihe würden dann zu Pulver verarbeitet und vor allem nach China als vermeintliches Heilmittel verkauft, hingegen gelten "Zungen und Fleisch" als Delikatesse.

Behörden reagieren

Die russischen Behörden in der Region haben nach eigenen Angaben mittlerweile ein Dekret erlassen, das ein Absägen des Geweihes bei noch lebenden Tieren unter Strafe stelle.

Das sei eines der größten Probleme. Das Verbot gelte für die nächsten fünf Jahre und Wilderern drohen nun mehrere Jahre Haft.


Foto: Pixabay

Artikel: rnz.de


 

 

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