Wolfsriss nur 20 Meter vom Bauernhaus entfernt

Wolfsriss nur 20 Meter vom Bauernhaus entfernt

 

Drei Mutterschafe sowie zwei verschwundene Lämmer dürften im oberösterreichischen Bezirk Freistadt einem Wolf zum Opfer gefallen sein

Die Schafe wurden tot in einer Wiese gefunden

Im Bezirk Freistadt soll ein Wolf eine Schafsherde angegriffen haben, drei Mutterschafe und zwei Lämmer wurden dabei getötet. Dies teilte die Landwirtschaftskammer in einer Aussendung nun mit. Die Tiere wurden in der Nacht auf Samstag auf einer gut drei Hektar großen Weide nahe des Hofes gerissen, eines der Mutterschafe wurde tot aufgefunden, zwei weitere mussten notgeschlachtet werden und zwei Lämmer waren verschwunden.

Dies passierte nur gut 20 Meter vom nächsten Bauernhaus entfernt. Die Schafe sind nun so stark verunsichert, dass er diese nicht mehr auf die Weide bringen könne, so der Landwirt. Zuletzt hatte ein Wolf Ende Mai in Weyer (Oberösterreich) zwei Schafe gerissen.

Sichtungen von Wölfen gehört schon zum Alltag

Im Bezirke Freistadt gehören Sichtungen von Wölfen schon zum Alltag. Man kann in dem Dreiländereck Oberösterreich, Niederösterreich und Böhmen nicht mehr von einzelnen, durchziehenden Wölfen sprechen, hieß es in der Presseaussendung der Landwirtschaftskammer Oberösterreich.

Die Bauern stünden derzeit unter einem massiven Druck durch die Raubtiere. Präsident Franz Reisecker fordert „ein Bestandsmanagement, um die Weidehaltung weiter zu ermöglichen“.

Änderung der EU-Richtlinien

Die Weidetierhaltung ist seit dem Auftreten des Wolfes in der Region massiv gefährdet. Würde diese aufgegeben, bedeute dies für die Landwirtschaft einen enormen Rückschritt, den Verlust von Biodiversität in der Kulturlandschaft und eine Abnahme der Lebensqualität im ländlichen Raum.

Das eine Änderung der EU-Richtlinien möglich ist, zeigt soeben die Neuregelung des EU-Parlaments bei den Kormoranbeständen. Hier will man nun mit allen Mitteln und so rasch wie möglich die Zahl der Kormorane drastisch reduzieren und hat ein verstärktes Vorgehen gegen die Tiere beschlossen - hier der Artikel dazu.

 


Photocredit: Pixabay

Quelle: Presseaussendung Landwirtschaftskammer


 

 

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